PM1 bezeichnet Partikel mit einem aerodynamischen Durchmesser kleiner als 1 µm. Diese ultrafeinen Partikel entstehen häufig bei Verbrennungsprozessen, beim Kochen, durch Kerzen, Laserdrucker oder industrielle Prozesse. Aufgrund ihrer geringen Größe dringen PM1-Partikel tief in die Lunge vor und können bis in die Alveolen gelangen. In Innenräumen werden sie durch allgemeine Lüftungsfilter nach ISO 16890 mit der Kenngröße ePM1 bewertet. Für eine wirksame Reduktion ist eine Filterstufe mit hoher ePM1-Abscheidung sinnvoll, oft gefolgt von einer Schwebstofffiltration in besonders sensiblen Bereichen. Neben der Filterauswahl ist die Luftwechselrate wichtig. Zu geringe Außenluftanteile führen zu einer Anreicherung, zu hohe Volumenströme erhöhen den Energiebedarf. Ein abgestimmtes Konzept berücksichtigt Emissionsquellen, Anlagenleistung und die Nutzung des Gebäudes. Praxisbewährt ist eine Vorfilterstufe zum Schutz der feineren Medien, um Druckverlustanstiege zu begrenzen und die Lebensdauer zu verlängern. Die Wirksamkeit kontrollieren Betreiber über Differenzdruckmessung am Filter, Partikelmessungen und regelmäßige Sichtprüfungen der Dichtungen. Nutzerseitig hilft eine bewusste Emissionsvermeidung, etwa durch geeignete Druckerstandorte und das Reduzieren offener Flammen. Bei Sanierungen lohnt der Blick auf dichte Gehäuse, korrekte Einbaurichtung und passgenaue Rahmen. In Gebäuden mit hohen Anforderungen wie Laboren oder Reinräumen sichern zusätzlich HEPA-Filter nach EN 1822 beziehungsweise ISO 29463 niedrige Restkonzentrationen. Eine dokumentierte Wartung und klare Wechselkriterien sorgen für reproduzierbare Ergebnisse.